"Aua" wegpusten

Mit dem Krabbelalter, von Kenner auch das "Beulenalter" genannt, haben wir das seit Generationen bewährte Ritual des Wegpustens von Wehwehchen eingeführt:

Unser Kleiner stößt sich leicht, schreit erstmal vorsichtshalber mit voller Lautstärke, wir eilen hinzu, begutachten die "Verletzung", pusten das "Aua" weg und winken dem entfleuchenden "Aua" noch hinterher. Fertig. Hilft immer.

Der Kleine war zunächst über die ganze magische Prozedur eher erstaunt und hat deswegen wohl einfach vergessen, zu schreien. Mit der Zeit hat er dann angefangen, selber zu mitzumachen -- und nun "heilt" er sich schon selbst: Pustet, sagt "Aua Tschüss" und winkt. Aber das ist mehr als ein Trick, um das Kind von Schmerz abzulenken -- es lernt auf diese Art ein simples empathisches Verhalten, das es auch bei anderen Kindern anwenden kann.

[Autorin: M. Schöfer]

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