Pucken

Babys haben's schwer: Die wilde Welt tobt um einen herum, Licht, Geräusche, Bewegungen, und man selber kann nahezu nichts beeinflussen. Da muss man dann eben schreien.

Unsere Tochter war zu Beginn sehr schreifreudig, um sie zu beruhigen, haben wir eine alte Methode angewandt: das Pucken. Dabei wird das Kleine mit einem Tuch einfach wie ein Paket eingewickelt, so dass es die Arme gar nicht mehr und die Beinchen kaum noch bewegen kann. Das dient dazu, den Stress für das Kind zu reduzieren -- Babys machen sich ja zuweilen selber verrückt, indem sie mit dem Ärmchen vor dem eigenen Gesicht herumfuchteln und dann aufgrund der hastigen Bewegung irritiert sind.

Man kommt sich ein bisschen fies vor, fast als würde man jemandem eine Zwangsjacke anziehen, aber man merkt, wie das Kind danach ruhiger wird. Man kann das Pucken quasi von Beginn an einsetzen und für die ersten paar Monate beibehalten.

[Autor: Gunnar Lott]

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