Wer kennt das nicht: Die Großeltern wollen dem kleinem Enkel zum Klimawechsel etwas Gutes tun und rufen an, um sich nach den aktuellen Kleidergrößen zu erkundigen.
Die neue Winterjacke, eine Sommerhose oder die Ski-Kombi – nützliche Kleidung ist fester Bestandteil des Großeltern-Geschenke-Katalogs. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, problematisch wird es allerdings bei den Größen.
„Nimm es doch lieber eine Nummer größer – dann passt es hundertprozentig, der Kleine kann reinwachsen und er hat auch länger was davon“ – so oder so ähnlich hat das bestimmt schon jeder Mal gehört. Das Ende vom Lied: Die Winterjacke passt erst richtig im Frühjahr, die Sommerhose rutscht erst im Herbst nicht mehr über die Hüften und das gut gemeinte Geschenk wandert fast ungetragen zum Baby-Flohmarkt.
Daher mein Tipp: Entweder mit den Großeltern klar klären, dass sie bitte genau die Größe kaufen, die man ihnen mitteilt oder diesen Effekt bei der Größenangabe einrechnen. Wenn der Nachwuchs also aktuell die Größe 92 hat, hilft eine Formulierung wie „Er trägt momentan zwischen 86 und 92 – kauft lieber schon etwas größer, also die 92 – dann kann er reinwachsen und hat länger was davon“ Wunder.
[Autor: Kay Beinroth]
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