Verloren im Supermarkt

Jeder kennt die Situation: Das Kind geht mal kurz verloren, weil's um eine Ecke gelaufen ist, hinter einer Hecke verschwunden ist, in einen unbekannten Supermarktgang geraten ist. Et cetera.

Das Kleine gerät in Panik, fängt erstmal gehörig an zu weinen, ruft vielleicht nach "Mama". Nun sind ziemlich viele Leute auf den Hilferuf "Mama" geeicht, alle hören hin, aber das eigene Kind sofort am Weinen zu erkennen, gelingt manchmal auch erfahrenen Eltern nicht. Besser ist es, man bringt dem Kind einen speziellen "Ich habe mich verlaufen"-Ruf bei -- das kann der Ruf nach dem Vornamen der Mutter sein, ein kleines Hilfelied (auch wenn's albern ist) oder auch nur die klare Ansage "Marleen hat sich verlaufen! Mama!".

Alles besser als ungerichtetes Mama-Papa-Gebrüll. Außerdem hat das den positiven Nebeneffekt, dass das Kind eine erprobte Handlungsmethode zur Hand hat, die (hoffentlich) zuverlässig die Eltern herbeiholt. Und nicht auf das Allheilmittel Weinen setzen muss.

[Autor: Gunnar Lott]

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